Das monatliche Spotlight

Hier werfen wir monatlich, immer im Wechsel, unser Augenmerk auf einen besonderen Künstler, eine tolle Reihe oder irgendetwas anderes, was unserer Meinung nach die Aufmerksamkeit verdient hat.

Das Spotlight für den Juni übernimmt wieder die Bria :)

Stellt euch vor, wir hätten jeder eine Zeitmaschine, aber dürften sie nur einmal benutzen. Wo würde ich also hinreisen? Ich würde 195 Jahre zurück reisen:

Genf Sommer 1816

 

Der Lac Lerman , der Genfer See liegt heute still und friedlich da. Es ist die Epoche der Romantik und die Menschen haben aufgehört mit ihren Köpfen zu denken und angefangen sich so zu benehmen, wie sie sich fühlten. Zumindest was die Künste anging. Sehnsucht, Nacht, Natur und Liebe wurden in allen Formen der Kunst zum Hauptthema.

Ein junger englischer Dichter verlässt seine Frau, um mit einem jungen Mädchen durchzubrennen. Sie reisen nach Genf, wo im Laufe ihres Aufenthaltes eine der besten gothic novels der Geschichte entsteht.

Die Rede ist von Percy Bysshe Shelley und seiner Geliebten Mary Godwin, die später unter dem Namen Mary Wollstonecraft Shelley weltweit berühmt wird. Sie reisen mit Marys Halbschwester Clara Clairmont, denn diese sucht ihrerseits nach ihrem Geliebten George Gordon, der euch allen bestimmt als Lord Byron ein Begriff ist, einer der bekanntesten englischen Dichter jener Zeit.

Das Trio beschließt über den Sommer in Byrons Villa Diodati zu bleiben. Bei ihnen sind nicht nur Byron sondern auch sein persönlicher Arzt Giovanni "John" Polidori.

In einer stürmischen Nacht beschließt die kleine Gemeinschaft einen Wettbewerb abzuhalten, wer am besten Gruselgeschichten verfassen kann.

In dieser Nacht, inspiriert von den Diskussionen über den Prometheus Funken, erschafft Mary eines der missverstandensten Monster der Literatur und seinen Schöpfer: Victor Frankenstein und sein Monster.

John Polidori schreibt "The Vampyr", das angeblich eine der Inspirationsquellen für Bram Stokers Dracula und das erste auftauchen des "modernen Vampires" ist.

Um diese kleine Geschichte zu beenden möchte ich sagen, dass ich die Arbeit dieser Dichter geradezu verehre und es lieben würde eine Nacht in der Villa Diodati zu verbringen, um mit ihnen über Shakespeare, Voltaire, Goethe und wie weit die Wissenschaft wirklich gehen darf zu diskutieren...

 



Etwas verspätet und einen Monat später als geplant, kommt jetzt auch die bloodyRebel dran ^^ Bria, ich klau dir jetzt einfach den Monat Mai, weil das doch mein Lieblingsmonat ist ^^

Ecco!

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

Etwas altbacken und oldfashioned, aber definitv jemand, den man kennen sollte! ^^

Joseph von Eichendorff, 10. März 1788 bis 26. November 1857, war ein schlesischer (heutiges Polen) Dichter, Übersetzer und Essayist, der ein Träumer war, aber recht unauffällig als Mitarbeiter im preußischen Staatsdienst lebte.

Er lernte während seines Studiums Achim von Arnim und Clemens Brentano, zwei andere Größen der Romantik, kennen und sah sich mit seinem Bruder in seiner Studienzeit in Halle oft Goethes Inszenierung der Weimarer Theatergruppe an.

Anlässlich meines baldigen Deutschvortrages über seine Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" und meienr allgemeinen Obsession und Erkenntnis, dass ich im tiefsten Innern doch Romantiker bin, möchte ich Eichendorff gerne hier ehren.

Das erste Gedicht, das ich je von ihm gelesen habe, heißt "Wünschelrute":

 

"Schläft ein Lied in allen Dingen,

die da träumen fort und fort,

Und die Welt hebt an zu singen,

triffst du nur das Zauberwort."

 

Seine Novelle, oder auch "Märchennovelle", Aus dem Leben eines Taugenichts ist definitiv wert gelesen zu werden.

Es geht um einen Taugenichts, der von seinem Vater in die Welt geschickt wird, um sein Glück zu machen. Also packt er seine Geige und geht fröhlich seines Weges, wo er auf eine Kutsche mit zwei Damen trifft, die ihn glattwegs mit nach Wien auf ein Schloss nehmen. Dort arbeitet er erst als Gärtnersbursche, dann als Portier, und verliebt sich - wie nicht anders zu erwarten -  in eine der beiden Damen, "das gnädige schöne Fräulein", die er natürlich für eine Gräfin hält.

Wehmütig und mit Fern- und Heimweh zugleich reist er schließlich nach Italien und wieder zurück nach Wien und nach viel Hickhack und noch mehr Verwirrungen und Missverständnissen erfährt er schließlich, dass er seine Liebste Aurelie heiraten soll...

 

Es mutet schon etwas märchenhaft an, denn niemals fällt ein Wort von Politik und Wirtschaft und auch die Natur wird in den höchsten Tönen gelobt und romantisiert, aber das gehört nun einmal zur Romantik.

Trotzdem ist immer eine gewisse Wehmut enthalten und Freiheit, der Glaube an Gott (obwohl ich nicht gläubig bin) und die Natur werden stets indirekt beleuchtet, und das ganze Buch regt dazu an, diese Dinge nocheinmal zu überdenken.

Letztlich, auch wenn es etwas realitätsfern erscheint, kommt man dann vielleicht sogar zu dem Schluss, dass man nicht immer alles so schrecklich ernst nehmen sollte.

Ein wenig Zerstreuung sein erlaubt ;)

 

Auch seine Gedicht sind allesamt sehr schön und enthalten immer die typischen Symbole der Romantik: die blaue Blume, Sehnsucht, Fernweh, Natur und oft auch Gottesnähe.

Und um noch einige Wirkungen des Werkes darzustellen:

Herman Hesse fand, dass es eindeutig zur Weltliteratur gehöre.

Thomas Mann sagte, der Taugenichts sei "eine betörende Essenz der Romantik" und ein "Symbol reiner Menschlichkeit". Wer große Stücke auf Herman Hesse und/oder Thomas Mann hält, sollte sich also nicht davon abschrecken lassen, dass die Novelle aus 1826 stammt.

 

Also, lest es! :)

 

Die Informationen habe ich aus meinen Vorwissen für das Referat bezogen, also aus Eichendorffs Novelle selbst, dem Reclam-Lektüreschlüssel, dem gesammelten Gedichtband und einem Personenlexikon der deutschen Romantiker. Das Bild stammt von der Seite der Eichendorff-Schule Rheda-Wiedenbrueck.

Und den Anfang macht die Bria.

Also aufegpasst! Hier kommt das Spotlight im März! Eine meiner absoluten Lieblingsautoren:

Richelle Mead

Richelle Mead ist eine amerikanische Autorin die hier zulande vor allem durch ihre Vampire Academy Bücher (kurz VA) bekannt wurde.

Doch sie hat noch andere Serien geschrieben, die von VA in den Schatten gedrängt werden:

 

1. Die Dark Swan Reihe

Hier geht es um Eugenie, eine Schamanin die gegen Kreaturen aus der Anderswelt kämpft.

2. Die Georgina Kincaid Reihe

Die Hauptperson dieser Reihe ist ein Succubus, die mit den "Nebenwirkungen" ihres Dämonen Daseins zu kämpfen hat.

 

      Doch auch wenn diese beiden Serien sicherlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten werden wir uns diesen Monat noch an anderen Stellen hier mit den Vampire Academy Roman beschäftigen. So auch in den Rubriken Buch des Monats und Charakter des Monats. In Deutschland erscheinen sie, wie die anderen Bücher von Richelle Mead beim Lyx Verlag.

 

Was ich als nächstes von Richelle Mead kaufen werde? Vampire Academy - Seelenruf.

Warum? Weil ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht und diese Serie einfach süchtig macht.

Warum hab ich es mir noch nicht gekauft? Weil ich noch so viele andere Bücher in dem "Noch-zu-lesen" Regal habe.

 

Was es noch interessantes über die Reihe VA zu wissen gibt:

1. Die Filmrechte wurden verkauft, ob es jedoch tatsächlich zu einer Produktion kommt ist unklar. Trotzdem strotz das Internet gerade so vor Vorschlägen welcher Charakter mit welchem Schauspieler besetzt werden sollte.

2. Die sechsteilige Reihe wurde im englisch-sprachigen Raum bereits abgeschlossen und nun soll ein Spin-Off folgen. Eine Vortsetzung, in der Nebencharaktere zu den Protagonisten werden.

Die Quelle für Bilder und alle in diesem Spotlight verwendeten Informationen befindet sich hier. Copyright für die Bilder liegt bei den rechtmäßigen Inhabern, also nicht bei mir :)