Lyrik / Poesie

by bloodyRebel

#1 Die Himmelsbraut

Wenn am heil'gen Tage der Morgen graut,

die Kirch' wird betreten von der Himmelsbraut.

 

Eine Maid mit Kleidern so weiß und rein,

wie nur die Kleider eines Engels könn'n sein.

 

Ihr Haar weht im morgendlich-sanftem Wind;

bejubelt gemeinsam das Himmelskind!

 

Doch siehe, der Teufel, er ist nicht weit,

versucht zu verführen die holde Maid;

 

Haltet sie auf, vertreibt den Morgenstern,

denn sonst wird der Tod nicht sein ferin.

 

Der Herr der Hölle, im schwarzen Gewand,

von ihm tausende Diener gesandt;

 

Sie kämpfen verbissen gegen der Engel Macht-

Passt auf! Gebt auf die Jungfrau acht!

 

Zu spät, als sie am Abend wird bedeckt:

Ihr reines Kleid ganz mit Blut befleckt.

 

So hängt sie am Kreuz, ihr'n Kopf gesenkt.

O, warum muss, was der Himmel geschenkt,

 

So schnell werden dahin gerafft?

Es half nichts die höchste Engelskraft.

 

Die einst weiße Braut, sie sitzt in der Höll',

auf dass sie den Himmel vernichten will.

by bloodyRebel

#2 Leise, leise

Vater Wind an meiner Seite,

mein Ziel vor Augen nicht mehr weit.

Ich spüre, wie ich entgleite,

weit fort in eine andere Zeit.

 

Mutter Erde unter mir,

würd' gern noch einmal auf dir geh'n.

Häng' ich auch so sehr an dir,

muss ich doch vorüberziehen.

 

Vater Wind trägt meinen Geiste

nun fort in eine andere Welt.

Ist's für mich bloß eine Reise,

in keiner Welt was, das mich hält.

 

Leise, leise dort am Himmel

kannst du mich rastlos ziehen sehen,

reit' auf einem silbern Schimmel,

muss bei Morgen wieder gehen...

by bloodyRebel

#3 An Angel's Symphony

One soul to bleed,

one heart to break,

one love to mourn

and one life to take.

 

Someone to live for,

one reason to cry,

one being to bless,

one man the tears to dry

 

One hand to carress,

Someone to deceive

but somewhere out there

my angel never'll retrieve.

by bloodyRebel

#4 Still

My heart is written full of pain

outside I watch the falling rain

and still I linger in my world

of make-believe and other worths.

by bloodyRebel

#5 As-a-Sin

Lautlos schlitz den Halse auf,

Färb' die milch'ge Haut blutrot

Still und leis' schleich dich heraus,

Als einz'ger Zeug' der Mond sich bot.

 

Nacht, du, schweige, stumm nur kling

Verrat den Dieb, den Unhold nicht

Schaurig glänzt der diamant'ne Ring

Schleich unbemerkt hinforte dich

 

Lautlos schlitz den Halse auf

Durch die Kehle ein kleiner Schnitt

Die tote Haut, der Mond scheint d'rauf

Nimm die blut'ge Klinge mit.

by bloodyRebel

#6 Freiheit

Freiheit - alle wollen sie,

Kaum einer hat sie.

Wir kämpfen unser Leben lang,

um frei zu sein.

 

Freiheit

ist ein recht vieldeutiges Wort.

Für die einen ist es Unabhängigkeit

Es ist, sich die Freiheit zu nehmen,

frei zu sein,

unabhängig zu sein,

gerecht zu sein,

zu sich selbst gerechter als zu anderen

 

Sich die Freiheit zu nehmen,

jemand anderem etwas zu nehmen,

Besitz, geliebte Menschen, Geld,

das Leben.

 

Was ist Freiheit?

 

Wir alle streben nach ihr,

ohne wirklich zu wissen,

was sie bedeutet.

Und außerdem

- wenn wir sie haben,

 

dann wissen wir nicht,

was wir mit ihr anfangen sollen

- und werfen sie wieder weg.

 

Es steht dir frei, nach Freiheit zu streben.

by bloodyRebel