Mangaempfehlungen

März 2011

 

Death Note von Tsugumi Ohba und Takeshi Obata

12 bzw 6 Bände (nach Blackedition)

 

Light (Raito) Yagami ist ein Oberstufenschüler mit einem unglaublich tollen Talent: Intelligenz. Eines Tages findet er ein schwarz eingeschlagenes Notizbuch mit der Aufschrift "Death Note". Kann man dem Vorsatzblatt des Notizbuches trauen, so muss man nur den Namen einer Person hinein schreiben und dabei sein Gesicht kennen, und dieser stirbt. Zuerst glaubt Light, dass es völliger Käse ist, lässt sich jedoch dazu verleiten, es auszuprobieren. Anfangs total entsetzt nutzt er es schließlich, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, indem er Verbrecher hinrichtet. Ein ehrbares Ziel, doch strafbar, da es Selbstjustiz ist. Die Polizeien der ganzen Welt werden auf den mysteriösen Richter über Verbrecher aufmerksam, der mittlerweile so populär geworden ist, dass er allgemein als Kira (vom engl. "Killer") bekannt ist. Auf einer Interpol (International Police) Versammlung schaltet sich L in den Fall ein, Genie beim Aufklären von Verbrechen und ein Phantom zugleich.

L schließt sich mit der "Kira-Kommission" der Polizei Tokio zusammen, die u.a von Lights Vater Soiichiro Yagami geleitet wird, um den Fall zu lösen. Light gerät schnell in L's Liste der Verdächtigen, wird jedoch gleichwohl als Unterstützung beim Lösen des Falles toleriert. So beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel in großen Dimensionen, bei dem über Leichen gegangen wird...

 

Death Note ist, und das muss ich einfach so aussprechen, der bei Weitem genialste Manga, den ich je vor Augen hatte. So etwas hat die Welt wohl kaum zu Gesicht bekommen. Es ist einfach genial! In allen Dimensionen. Es wird jeden, der ein bisschen Grips hat und auch gerne benutzen und fordern möchte, sofort in den Bann ziehen und eine Menge Spaß beim Mitfiebern bieten. Es kommen immer neue Charaktere dazu, die niemals überflüssig wirken, sondern aktiv zum Geschehen beitragen. Unter den Charakteren ist für jeden etwas dabei: Der (verrückte) Weltverbesserer, das Girlie, das sozial inkompetente Genie, der Badboy, der Gamenerd, und so weiter und so weiter.

Die Stimmung ist meist ernst und düster, wird allerdings ab und an durch flache Sprüche seitens L aufgelockert, die jedoch nie gestellt und aufgezwungen wirken. Es ist ein Geniestreich, den sich keiner entgehen lassen sollte, der in dem breitgefächerten Bereich der Mangas die wirklich wertvollen Schmuckstücke noch zu schätzen weiß. Alles in allem, ich bin begeistert. 10 von 5 möglichen Sternen.

Wer die Atmosphäre des Mangas auch in seinem Regal einfangen will, sollte zur Blackedition greifen. Dort sind die eigentlich 12 Bände in 6 Doppelbände gefasst, bei denen Cover, Buchrücken und auch die Seiten selbst obendrauf schwarz sind. Sieht super aus und passt auch einheitlich zusammen! Für alle Death Note-Verrückten (ich gehöre dazu, ich besitze es) darf natürlich der "13." Band nicht fehlen, mit Namen "How to read". Dort werdet ihr reichlich mit Hintergrundinformationen zu allem möglichen aus dem DN Universum gefüttert und bekommt das ein oder andere Aha!-Erlebnis.

Und weitere Ausschweifungen: Lest es einfach!

 

bloodyRebel

Juni

 

Angel Sanctuary by Kaori Yuki

20 Bände

 

Vor langer Zeit existierten im Himmel die Engel Alexiel und Rosiel. Sie waren nach dem heiligen Einsiedler Adam Kadamon die höchsten Wesen (neben Gott) und sie waren Zwillinge. Alexiel, eine hübsche aber grausame Frau, war der organische Engel, Rosiel, ihr Zwillingsbruder, der inorganische. In einem großen Kampf versiegelten Alexiel und Rosiel sich gegenseitig.

Now: Setsuna Mudo ist ein (fast) ganz normaler Schüler in Tokio. Aber aufgrund seiner Haare wird er stets geärgert. Setsuna ist unheimlich in Sara verliebt - diese ist aber seine Schwester. Als er erfährt, dass er die Wiedergeburt des organischen Engels Alexiel sein soll, glaubt er dies a) nicht und b) interessiert es ihn einen feuchten Käse. Viel lieber würde er mit seiner geliebten Schwester davonlaufen.

Derweil wurde Rosiel von seinem treuen Diener Katan wieder erweckt. Er versucht nun, Alexiel zu erwecken, dafür muss er jedoch Setsuna töten (was Rosiel nicht weiter stört). Nachdem Sara durch einen Schachzug einer Dienerin Rosiels getötet wird, verliert Setsuna die Kontrolle und zerstört fast die ganze Stadt. Bevor noch Schlimmeres passiert, friert Adam Kadamon die Zeit ein und beauftragt Setsuna damit, ihn in Etemenanki, dem Turm Gottes, zu suchen. Setsuna will sich aber viel lieber in den Hades begeben, um Saras Seele zu suchen und zu retten. Diese wurde jedoch bereits von einem Engel namens Zaphikel in den Himmel entführt.

Für Setsuna beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem er zum Einen schnellstmöglich Sara finden und zum Anderen Adam Kadamon befreien muss - denn die Zeit auf der Erde kann nur für bestimmte Zeit stillstehen und ist ihrer Zerstörung nahe...

 

Angel Sanctuary begeistert durch zauberhafte Zeichnungen und einer tollen originellen und auch kritischen Story. Die Charaktere sind wohl überlegt und ihr Aussehen passt stets zum Charakter. Besondere Perlen für mich waren unter anderem Katan, Zaphikel, Raziel, Uriel, Michael, Noise und Voice, Kurai, Av und letztlich sogar Rosiel. Katan überzeugt durch einen unheimlich tollen und rührenden Charakter, auch wenn er auf der Seite der "Bösen" steht. Es ist kaum in Worte zu fassen, man muss sich von den Charakteren durchs Lesen ein Bild machen. Zaphikel ist ein toller und lustiger Kerl und seine Vergangenheit ist rührend. Raziel ist soetwas wie sein Lehrling und ziemlich temperamentvoll, was ihn und Zaphikel zu sich perfekt ergänzenden Gegensätzen macht. Uriel und Michael sind als Elementarengel klasse getroffen: Uriel, der Engel der Erde, ist ruhig und melancholisch, Michael, der Feuerengel, temperamentvoll und ein Hitzkopf. Noise und Voice sind Dämonenzwillinge und superniedlich. Es ist toll, wie sie sich ergänzen, sie teilen sich sogar ein Flügelpaar! ^^ Av kommt leider recht kurz vor, deswegen möchte ich jetzt nicht zu sehr vorgreifen. Die Ogarprinzessin Kurai ist (fast) wie aus dem Leben gegriffen mit ihrer unerwiderten Liebe für Setsuna. Und schließlich Rosiel. Ich habe ihn 19 Bände lang gehasst und dann im letzten Band überkam mich so ein seltsames Gefühl...-ich glaub, man nennt es Mitleid und somehow auch Sympathie. Er hat mich zum Heulen gebracht.

 

AS ist immer empfehlenswert, auch wenn Kaori Yuki diesen Manga in den 90ern gezeichnet hat. Er ist eine wahre Perle und ich liebe AS abgöttisch. Für Kaori Yuki Fans sind auch ihre Einzelbände wie Perfume Master oder Cruel Fairytales empfehlenswert - aber zu diesen vielleicht später etwas x)

 

bloodyRebel